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Heimische Falken

Der Wanderfalke

Der Wanderfalke (Falco peregrinus) ist mit 18 Rassen fast über die ganze Welt verbreitet und in Deutschland die größte heimische Falkenart. Er erreicht eine Länge von ca. 48 cm und eine Flügelspannweite bis zu 110 cm. Er ist in fast allen Landschaften vertreten und bevorzugt offenes Gelände.
Als Jäger des freien Luftraumes jagt er im hohen Suchflug, um die Beute im Steilstoß zu fangen, er erreicht dabei eine Spitzengeschwindigkeit bis zu 320 km/h. Der Wanderfalke ernährt sich hauptsächlich von Tauben, Drosseln, Staren, Lachmöwen und gelegentlich auch Krähen. Als Brutplatz bevorzugt er Felswände in den Alpen, aber auch hohe Gebäude und Kirchtürme in den Städten, da dort das Nahrungsangebot sehr groß ist.
 
Das Weibchen legt ab Mitte März 3 bis 4 Eier und bebrütet sie ca. 30 Tage. Nach 5 Wochen verlassen die Jungvögel die Kinderstube und werden nach weiteren 4 bis 5 Wochen selbständig.
 
In den 70er Jahren ist der Wanderfalkenbestand in Europa um fast 90% zurück gegangen. Ursache waren die Pestizide, allen voran DDT. Sie haben sich bei dem Wanderfalken, der ja das Endglied der Nahrungskette ist, so angereichert, dass die Vögel unfruchtbar wurden oder die Embryonen bereits im Ei abgestorben sind. Aufgrund von Schutzmaßnahmen wie Verbot der Pestizide, Horstbewachung, Nachzuchten mit Wiedereinbürgerung und künstlichen Nisthilfen, hat sich der Bestand wieder erholt.
 
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