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"Unsere" Turmfalken 2014

Vom Zeitpunkt der Installation der Kamera am 31.01. an war unser Falkenpärchen täglich zu sehen.
Man kann die beiden am Gefieder sehr gut unterscheiden, der männliche Falke (Terzel) hat einen "blauen" Kopf und Stoss (Schwanzfedern) und ist auch etwas kleiner, der mit dem gebänderten Kopf und Stoss ist das Weibchen.
 
Erst wurde das Nest vorbereitet, das heisst eine Mulde wurde angelegt, denn Falken sind beim Nestbau eher weniger gute Baumeister.
Am 20.03. konnten wir das erste Ei bestaunen, das Falkenweibchen sass nicht durchgehend auf dem Nest und war schon mal mehr als eine Stunde unterwegs. Interessant ist, dass auch der Terzel manchmal auf den Eiern sass.
 
Am 23.04. war das erste, fünf Tage später das letzte Küken geschlüpft.
 
Das Jagdgebiet unseres Falkenpaars erstreckt sich auf die Wiesenflächen am Stadtrand in Richtung Happing, Pang und Aising. Auf etlichen Bildern sind die Falken mit fetter Mäusebeute zu sehen.
 
Auch die Übergabe der Beute vom Terzel an das Falkenweib konnte gut dokumentiert werden, hier gilt wie bem Menschen "kleine Geschenke erhalten die Freundschaft" oder auch "die Liebe geht durch den Magen"!
 
Nach einigen kleinen Problemen flog dann am 29.05. der erste junge Falke eine Runde, am 06.06. waren alle 6 flugfähig und in der Luft unterwegs.
 
 

Vorläufiges Fazit

Obwohl alles gut verlaufen ist, Elterntiere und Nachwuchs wohlauf und munter sind, gab es einige Momente, wo wir um einzelne Tiere bangen mussten.
 
Die in der Stadt allgegenwärtigen Taubenschutzmassnahmen waren Ursache der am wenigsten erfreulichen Momente, etwa wenn wir vom Boden aus hilflos zusehen mussten, wie ein Jungfalke bei seinem ersten Flugversuch bei der Landung auf dem Kirchendach keinen Halt findet und immer schneller auf den mit langen, spitzen Stacheln bewehrten Regenablauf zuschlittert.
 
Oder die Frage, wie lange vor unserer Entdeckung am 06.06. der männliche Altvogel schon hinter dem Vogelschutznetz auf der Aussichtsplattform unter der Kirchturmkuppel gefangen war, bis wir ihn befreien konnten.
 
Es wäre vielleicht an der Zeit, hier umzudenken. Nicht nur Tauben, sondern auch alle anderen Vögel haben ihre Probleme mit Stacheln und Netzen, es ist die Frage ob mit der Akzeptanz von mehr "Natur" (z.B. in Form von Falken) auch das Taubenproblem an Brisanz verlieren könnte.
 
Vogelfreundlich sind die Rosenheimer ja allemal, wie sich sogar bei Spaziergängen in den Arkaden der Innenstadt an den vielfach vorhandenen Schwalbennestern feststellen lässt.
Oft an Stellen, wo man sie andernorts wahrscheinlich als "geschäftsschädigend" vertrieben hätte, bereichern sie hier das Ambiente der Stadt auf sehr sympathische Weise!